In den Unternehmen in Duisburg, aber auch in vielen anderen Unternehmen ist folgende Ausgangssituation vorzufinden:
Die Produktionsprozesse erfordern mechanische, thermische oder manuelle Bearbeitung, z. B. schmelzen, hobeln, fräsen usw. Diese Prozesse dauern oft lange, sind kostspielig und erfordern einen hohen Einsatz von Personal, Rohstoffen und Energie. Durch den hohen Ressourceneinsatz haben die Produktionsprozesse einen negativen ökologischen Fußabdruck. Zusätzlich entsteht bei der Produktion viel CO2, ein hoher Logistikaufwand ist notwendig, und es wird viel Materialausschuss produziert.
Die Lösung, um den Fußabdruck zu verbessern und wirtschaftliches Wachstum zu generieren, liegt in der additiven Fertigung oder dem umgangssprachlich genannten 3D-Druckverfahren. Die Rohmaterialien wie z. B. Stahl oder Beton werden durch moderne Verfahren in „3D-Druckern“ in die jeweils gewünschte Form gepresst/gedruckt/geschossen.
Durch diese neuen Verfahren wird Energie- und Ressourceneinsatz gespart. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die Möglichkeit der dezentralen Fertigung durch 3D-Druck. Dies spart komplizierte, aufwendige und ökologisch nachteilige Logistikprozesse.
Daher soll in Duisburg ein über das 5-StandorteProgramm gefördertes Kompetenzzentrum der additiven Fertigung, das 3D-Druck-Zentrum, entstehen.
Durch das geförderte 3D-Druck-Kompetenzzentrum soll der diskriminierungsfreie Zugang zu Erfahrungsträgern vereinfacht und die benötigte technische Infrastruktur bereitgestellt werden. So können Unternehmen neuartige, ökonomisch und ökologisch nachhaltige sowie wettbewerbsfähige Wertschöpfungsketten aufbauen und stärken.
Diese decken produktionstechnische, logistische und digitale Aspekte ab und sollen explizit auch Startups und kleine sowie mittlere Unternehmen begleiten und fördern.
Das Projekt soll über die Förderrichtlinie zur Stärkung der Transformationsdynamik und des Aufbruchs in den Revieren sowie an den Kohlekraftwerkstandorten (STARK-Richtlinie) gefördert werden.
Das Projekt wird durch die Universität Duisburg-Essen und die Stadt Duisburg in Kooperation umgesetzt. Derzeit befindet sich das Projekt in der Antragsphase.
3D-Druckzentrum